Archiv der Kategorie 'Ankündigungen'

Antifa-Demo 10.09.2016

Für den 10.09. wurde jetzt noch eine antifaschistische Demonstration
angemeldet. Diese beginnt um 12 Uhr am Bahnhof und führt durch die
südliche Stadthälfte von Stade.

Wir sind solidarisch mit den Antifaschist*innen in Göttingen, die am
10.09. dort einen Naziaufmarsch verhindern werden!

Aktuelle Infos

Wenn am 10. September die Nazis in Stade versuchen einen Aufmarsch
durchzuführen, wird es unübersehbare antifaschistische Proteste und
Aktionen dagegen geben.
Im Moment steht nur fest, dass sich die Nazis um 14 Uhr in Stade treffen
wollen. Ein Großteil der Nazideppen wird mit dem Zug anreisen, was einen
Treffpunkt am Bahnhof oder in direkter Umgebung dazu vermuten lässt.
Eine Route ist bislang nicht bekannt. Es gibt mehrere Möglichkeiten im
Stadtgebiet, welches durch eine Bahnlinie geteilt ist.
Mittlerweile wurden zwei antifaschistische Kundgebungen in Stade
angemeldet. Auf beiden Seiten der Bahnline, wovon eine sich in
ummittelbarer Nähe zum Bahnhof befindet. Das Ordnungsamt der Hansestadt
Stade hat angekündigt, dass beide wie geplant stattfinden können. Beide
Orte werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Änderungen sind
allerdings nicht ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen der einen
Kundgebung haben schon angekündigt, das sie es sich vorbehalten, auch
noch eine Demonstration durch Stade durchzuführen.
Unabhängig von Kundgebungen, Demos oder anderen Veranstaltungen, werden
aktive Antifaschist*innen dort sein, wo die Nazis sind und ihnen den Weg
versperren.

Kein Fußbreit den Faschisten – Den Naziaufmarsch verhindern!

Bündnisaufruf der Jusos Stade

Naziaufmarsch in Stade? Läuft nicht!

Am 10. September, einen Tag vor der niedersächsischen Kommunalwahl, planen Neonazis unter dem Motto „gemeinsam für Deutschland“ einen Aufmarsch in Stade. Man wolle gegen die „Überfremdung der Heimat“ demonstrieren und den „Volkswillen umsetzen“. Die Nazis wollen somit an die derzeitige rassistische Grundstimmung hierzulande anknüpfen und sich, ähnlich wie PEGIDA und AfD, als „wahre Volksvertreter“ präsentieren. Trotz der Funktion des Anmelders bei der niedersächsischen NPD und diverser eindeutig rechtsextremer Inhalte im Online-Event, versucht man so offenbar mit dem Bezug auf das „Volk“ auch Personen aus dem Spektrum der sogenannten „besorgten Bürger“ zu mobilisieren. Denn auch wenn diese „Besorgten“ zwar im Gegensatz zu bekennenden Neonazis keine „germanische Volksgemeinschaft“, ideologisch begründet auf Antisemitismus und Rassismus, anstreben, so sollen auch hier durch Bezugnahme auf das „Volk“ rassistische Stereotype, Islam-Feindlichkeit und soziale Abstiegsängste geschürt werden. Denn für Neonazis und bürgerliche Rassisten gleichermaßen ist das „Volk“ eine homogene Gruppe, die wahlweise bedroht wird von „Pleite-Griechen“, der „Homo-Lobby“ oder „dem Asylchaos“. Nazis und Rechtspopulisten bieten so einfache Antworten für komplexe soziale und gesellschaftliche Probleme. Dass sie tatsächlich weder Fakten noch Argumente haben, zeigt der völlig inhaltslose Aufruf der Nazis, der lediglich 3 klägliche Sätze lang ist.

Statt sich mit ohnehin schon ausgegrenzten und marginalisierten Gruppen von Menschen, wie z.B. Flüchtlingen, zu solidarisieren, werden diese in fremdenfeindlicher Manier zu „Sündenböcken“ erklärt. Dass dies auch bei Kommunalwahlen fruchten kann, zeigte sich jüngst in Hessen. Erschreckend sind dabei nicht nur die hohen Wahlergebnisse für die AfD, sondern auch dort wo sie nicht antrat der teils hohe Stimmenzuwachs für die NPD. Verunsichert durch aktuelle Migrationsbewegungen und aufgrund von diffusen Ängsten, wählen nun große Teile der Bevölkerung rechts bzw. bewusst rechtsextrem. Was es zudem heißen kann, den „Volkswillen“ ganz unbürokratisch umzusetzen, verdeutlicht die aktuelle Welle rassistisch-motivierter Gewalt und Brandstiftungen. Angestachelt von fremdenfeindlichen Großdemonstrationen wie Pegida und HoGeSa und durch die Parolen von NPD und AfD, sah sich der rassistische Mob bestätigt und attackierte vielerorts Geflüchtete oder deren Unterkünfte.
Am 10. September soll nun also auch auf Stades Straßen gegen die herbei-fantasierte „Überfremdung“ gehetzt werden. Das werden wir nicht unkommentiert lassen, sondern uns dem völkischen Aufmarsch mit unserer Vorstellung einer solidarischen Gesellschaft entgegenstellen. Denn wir haben keinen Bock auf Rassismus, egal ob dieser aus faschistischer Ideologie, dumpfen Ressentiments oder sozial-chauvinistischer Standort-Logik entsteht. Wir wollen ein gutes Leben für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Kontostand.

Kommt am 10. September nach Stade und mobilisiert unter dem Hashtag ‪#‎1009nazifrei‬, damit wir den Nazis und Rassisten gemeinsam lautstark und kreativ den Tag versauen! Solidarität statt Volksgemeinschaft!

Aufrufende Gruppen:

Antifaschistischer Arbeitskreis In Gedenken an Gustav Schneeclaus
Jusos Kreis Stade
Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen
Jusos Niedersachsen
linksjugend ’solid Stade
Hamburger Bündnis gegen Rechts
VVN-BdA, Kreisvereinigung Stade
Die Linke, Basisorganisation Stade
AG Antifa/Gegen Rechts der Partei DIE LINKE Hamburg

Jusos Stade (Facebook)

Nazi-Aktionen zum Desaster machen!

Für Samstag den 10. September 2016 wird von der rechten Gruppierung „Gemeinsam für Deutschland“ (GfD) zu einer Demonstration in Stade mobilisiert. Die Veranstaltung wurde für 14 Uhr angemeldet, der genaue Auftaktort der Neonazis ist noch nicht bekannt. Anmelder der Veranstaltung ist der NPD-Aktivist Andreas Haack, durch die Nähe seines Mitorganisators zu der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ ist von gewaltorientierten Teilnehmer_innen auszugehen.

Vollständiger Aufruf hier

Weitere Infos folgen.